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Ein Passwort-Manager speichert Zugangsdaten verschlüsselt, erzeugt starke Passwörter und trägt sie automatisch ein. Damit genügt ein einziges Master-Passwort, und jedes Konto erhält eine eigene, lange Zeichenfolge.

Siehe auch:
Zwei-Faktor-Authentifizierung , Ende-zu-Ende-Verschlüsselung , Private Key und Selbstverwahrung , Open Source

Ein Passwort-Manager ist ein Programm, das Zugangsdaten verschlüsselt in einer Datenbank speichert, starke Passwörter erzeugt und sie beim Anmelden automatisch einträgt. Statt sich Dutzende Kombinationen zu merken, genügt ein einziges Master-Passwort, aus dem ein Schlüssel abgeleitet wird, der die Sammlung schützt. Frühe Werkzeuge waren das quelloffene Password Safe von Bruce Schneier (1997) und später KeePass.

Technisch steckt dahinter nichts Mysteriöses: Die Datenbank liegt als verschlüsselte Datei vor, der Schlüssel wird über ein Verfahren wie Argon2 oder PBKDF2 aus dem Master-Passwort gestreckt, damit Rateversuche teuer werden. Viele Programme füllen Formulare im Browser aus, manche gleichen die Datei über einen Cloud-Dienst ab. Sinnvoll sind ein langes Master-Passwort aus mehreren Wörtern, ein zweiter Faktor für das Konto und ein Export der Datenbank an einem sicheren Ort, damit ein Gerätedefekt nicht alle Zugänge mitnimmt.

Für die persönliche Freiheit zählt der praktische Effekt: Wer für jeden Dienst ein eigenes, langes Passwort nutzt, begrenzt den Schaden eines Datenlecks auf genau diesen Dienst. Das ist Selbstschutz in eigener Regie, ohne Mitwirkung von Behörden oder Plattformen. Darin liegt aber auch die Grenze: Eine Datenbank in der eigenen Hand ist Selbstverwahrung, ein bequemer Cloud-Abgleich ist das Gegenteil davon. Wer einen Anbieter wählt, vertraut ihm Verfügbarkeit und Angriffsschutz an.

Zu bedenken ist, dass die Verschlüsselung nur so gut ist wie das Master-Passwort. Es sind Fälle bekannt, in denen Angreifer komplette verschlüsselte Tresore erbeuteten und danach offline zu knacken versuchten. Auch in Browser integrierte Passwortspeicher sind eine Option, binden die Daten aber an ein Konto. Eine Produktempfehlung folgt daraus nicht, doch quelloffene Programme bleiben prüfbar.

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